Tuxtepec 2009 Drucken
Dienstag, 09. Juni 2009 um 01:59

Schon wie im letzten September fand die Distriktskonferenz in Tuxtepec, dem Heimatort des Rotary-Gouverneurs, statt. Tuxtepec, das ist eine eher kleinere Stadt mit rund 150'000 Einwohnern in Oaxaca an der Grenze zu Veracruz. Die Mehrheit der Menschen lebt von der grössten Brauerei Lateinamerikas, die da in dieser Stadt beheimatet ist - nicht mehr lange, im Internet liest man von einer noch grösseren Brauerei im Norden Mexikos, die ebenfalls für dieselbe Firma gebaut wird. Letzten Freitag ging es also wieder einmal in die Sauhitze (Durchschnittstemperatur durchs ganze Jahr ist 26°C, in der Schweiz rund 12°C!).


Für einmal fuhr ich nicht im ADO durchs Land, sondern mit Viktor. Viktor ist einer der Rotarier meines Clubs, der nebst ein paar anderen an der Konferenz teilnahm und uns so mit seinem Chevy chauffierte. Auch mit von der Partie war auch noch ein anderes Auto, auch voll mit Rotariern aus meinem Club.
So, ging es am Freitag frühmorgens los. Wir trafen uns auf einer Tankstelle in der Stadt. Alles dunkel, nur die Tankwarte waren am Plaudern. Als alle eingetroffen waren, fuhren wir ständig hinab Richtung Veracruz. Irgendwann ging die Sonne auf und wir umfuhren Veracruz und dann wieder bergauf Richtung Cordoba. Unterwegs trafen wir auf ein Restaurant und stärkten und mit Rühreiern und Gorditas für die Weiterfahrt. Danach folgten nur einige Mautstellen und Niemandsland. Irgendeinmal trafen wir auf kleine Dörfer und verliessen dann den Bundesstaat Veracruz. Dann standen wir erst einmal im Stau. Die einzige Brücke, die Tuxtepec mit der anderen Flussseite verbindet, hatte ein Loch, welches frisch geflickt wurde. Einstreifig der Verkehr und so eine kleine Wartezeit. Schliesslich durften wir doch noch über die Brücke, mussten noch für das letzte Teilstück 1.80 Franken Maut bezahlen und Schluss. Wie durch ein Wunder fanden wir das Kulturhaus schnell. Glücklicherweise war das Haus auch noch gekühlt, sonst hätten wir die Sessionen drinnen nicht ausgehalten.

Die erste Session fing mit einer Fahnenparade an, bei der ich Costa Rica tragen durfte. Danach folgten einige Interviews mit Televisa und Fototermine. Sonst war der Tag einigermassen langweilig. Leider mussten wir bei den Traktanden auch dabei sein, auch wenn uns das nicht im Geringsten betraf bzw. anging und wir mitreden konnten. Naja, nach dem Essen übten wir für die Talentshow am Abend eine kleine Tanzeinlage ein und das war es auch schon.

Am Abend selbst war es ganz gut. Die Talente der verschiedenen Rotariern reichten von Karnevalstanz bis hin zu den Beatles auf der Gitarre und der Harmonika gleichzeitig. Danach war noch ein Besuch von Tuxtepecs spärlichem Nightlifeangebot angesagt.

Der nächste Tag stand im Zeichen von interessanteren Präsentationen. Wir standen pünktlich im Sessionssaal, aber niemand war da... So beschlossen wir, das nächste Mal sind wir auch wie alle anderen Mexikaner zu spät.
Nach der Konferenz assen wir auf einer Ranch ein richtig leckeres Mittagessen mit Bier (wir sind ja die Abschlussgeneration und laut den Rotariern gehört es dazu...) Im Anschluss guckten wir eine Pferdeshow mit Livemusik, bevor es zurück in die Stadt ging.

Am Abend war dann Tanz angesagt. Zurest wurde aus allen Clubköniginnen die schönste des Distrikts gekürt. Dieses Jahr suchte man nebenbei auch eine Austauschschülerin sowie eine Rotaract als Königin aus. Dann war Party mit Liveband mit typischen mexikanischen Mitgrölsongs bis in frühen Morgenstunden angesagt.

Der Vorsatz zu spät zu kommen, nahmen wir am nächsten Tag ernst. Bis wir endlich im Bett waren, war es ungefähr 5 Uhr morgens, sodass wir den Termin um 10.30 Uhr sausen liessen und um ca. 11.30 im Konferenzraum eintrafen. Wieder einmal waren wir fast die ersten!
So neigte sich langsam alles langsam Richtung Abschied. Unterbrochen von zahlreichen Stromausfällen wegen dem schlechten Stromnetz in der Stadt (alle Klimaanlagen haben Hochbetrieb) beendete der Gouverneur um 13.30 Uhr die Konferenz. Wir bekamen nach einer kleinen Abschlussvorstellung jedes Landes eine Anerkennung für das Austauschjahr und danach flossen die Tränen (na gut, bei der Mehrheit, nicht bei allen).
Ich selber blieb noch ein bisschen da, da kein Bus auf mich wartete. Irgendeinmal gegen 16.00 Uhr ging es dann endgültig auf und davon. Das Abendessen folgte auf dem Weg nach Xalapa in Cardel: Meeresfrüchtecocktail und Fischfilet.

Fazit: Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei, auch wenn es Fischfilets waren).


Und als allerletztes: die Fotos!



Liebe Grüsse